Sehr geehrte Damen und Herren,
Die erneuten landesweiten Proteste im Iran markieren einen tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Umbruch. Das Regime hat in weiten Teilen der Bevölkerung seine Legitimität verloren, staatliche Strukturen wirken zunehmend brüchig. Der Wandel ist real und unumkehrbar; offen bleibt, ob er in Richtung Demokratie und Stabilität geführt wird oder in neue Formen von Gewalt und Chaos mündet.
In dieser Phase kommt der internationalen Gemeinschaft eine besondere Verantwortung zu. Deutschland verfügt über politisches Gewicht in Europa und über internationale Erfahrung, um einen konstruktiven Beitrag zu leisten. Eine klare und vorausschauende Haltung kann dazu beitragen, dass sich der Transformationsprozess im Iran an demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien orientiert.
Die sicherheitspolitische Dimension dieses Wandels darf nicht unterschätzt werden. Das iranische Regime spielt seit Jahren eine zerstörerische Rolle in der Region – durch die Unterstützung extremistischer Akteure sowie durch direkte und indirekte Einflussnahme auf bewaffnete Konflikte. Gemeinsam mit Russland, der Hamas und weiteren Verbündeten treibt es gezielt Destabilisierung und geopolitische Eskalation voran. Die aktuellen Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen verdeutlichen diese Zusammenhänge. Die Unterstützung der iranischen Bevölkerung liegt daher nicht nur im Interesse der Menschenrechte, sondern auch im sicherheitspolitischen Eigeninteresse Deutschlands und Europas.
Innerhalb der iranischen Freiheitsbewegung hat sich Reza Pahlavi als international anerkannter Sprecher etabliert. Die von ihm vertretene Bewegung bekennt sich zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, politischem Pluralismus und zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten, ausdrücklich auch zu friedlichen Beziehungen mit Israel. Eine politische Unterstützung durch demokratische Staaten kann dieser Bewegung die notwendige internationale Rückendeckung geben, um ihren Kurs glaubwürdig fortzusetzen.
Die engen und öffentlich bekannten Beziehungen von Reza Pahlavi zu Israel eröffnen dabei eine strategische Perspektive. Ein zukünftiger demokratischer Iran könnte gemeinsam mit Israel zu einem stabilisierenden Faktor im Nahen Osten werden und einen Gegenpol zu autoritären und extremistischen Akteuren bilden.
Der Verein Woman Life Freedom appelliert daher an alle demokratischen Staaten, die Menschenrechte ernst nehmen und einen nachhaltigen Frieden im Nahen Osten anstreben, die iranische Freiheitsbewegung aktiv zu unterstützen. Politische Zurückhaltung oder strategisches Abwarten würden in dieser Phase faktisch jenen Kräften nutzen, die auf Unterdrückung, Gewalt und internationale Destabilisierung setzen.
Konkrete politische Signale sind jetzt entscheidend. Eine Einladung von Reza Pahlavi als Oppositionsführer in den Deutschen Bundestag sowie zur Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2026 würde ein klares Signal senden – nicht nur an das Regime in Teheran, sondern auch an dessen Verbündete in Moskau, an die Hamas und an weitere autoritäre und extremistische Akteure.
Der Iran steht an einem entscheidenden historischen Wendepunkt. Eine verantwortungsvolle Haltung Deutschlands kann dazu beitragen, dass sich dieser Wandel an demokratischen Prinzipien orientiert und nicht von Gewalt oder autoritärem Einfluss bestimmt wird.
Mit freundlichen Grüßen
Woman Life Freedom e.V.
Mail: info@wlf-essen.de
Web: wlf-essen.de
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